Dienstag, 16. Januar 2018
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Chronik "150 Jahre"

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt, dies sind viele Generationen von freiwilligen Helfern, die ihre Kräfte ehrenamtlich zum Wohle ihrer Heimatstadt einsetzten. Wenn wir heute durch unsere Feuerwache gehen, so können sich wohl nur die wenigsten von uns vorstellen, wie dies alles begann.
Blicken wir 150 Jahre zurück:
 
 
1854 - 1879
 
150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt, dies sind viele Generationen von freiwilligen Helfern, die ihre Kräfte ehrenamtlich zum Wohle ihrer Heimatstadt einsetzten.
 
Wenn wir heute durch unsere Feuerwache gehen, so können sich wohl nur die wenigsten von uns vorstellen, wie dies alles begann.
 
Das Jahr 1854 brachte unserer aufstrebenden Stadt nicht nur den Bahnanschluss nach Würzburg. Am 27. November 1854 gründeten 76 Schweinfurter Bürger unter der Führung des Kaufmannes Ferdinand Fischer und des Baurates Graff die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt. Schon wenige Tage später, am 15. Dezember 1854, trat die neu gegründete Wehr erstmalig unter ihrem Namen Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt in Erscheinung. Sie wählte aus ihren Reihen Baurat Graff als ersten Hauptmann sowie Ferdinand Fischer als zweiten Hauptmann. Ebenso wurden Obmänner und Spritzen-meister sowie Steiger bestimmt bzw. gewählt. Am 5. Januar 1855 genehmigte der Schweinfurter Magistrat die vorgelegte Satzung.

Zu diesem Zeitpunkt bestand die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt aus:

  • Dem am 30. Januar 1830 gegründeten Retter Korps, das bis 1914 als selbstständige Abteilung innerhalb der Wehr bestand.
  • Der schon vor 1854 bestehenden Löschmannschaft.
  • Der am 12. Dezember durch Magistratsbeschluss gebildeten freiwilligen Turnerfeuerwehr Schweinfurt.
  • Dem seit 17. Oktober 1830 ausrückenden Feuerpiquet der Landwehr.

Diese vier Abteilungen wurden zusammengefasst und unter einen 1. Hauptmann (möglichst einen Bausachverständigen) und einen 2. Hauptmann als Stellvertreter gestellt.

Diesen standen 500 Fuß Schläuche, 1 Rettungssack und 3 Hakenleitern zur Verfügung.

Die Ausrüstung der Mannschaft bestand aus leichtem Metallhammer, Helm, Gürtel, Not-seil, kleiner Axt und Signalpfeife.

Nicht unerwähnt sollte in dieser Chronik auch die finanzielle Seite der Feuerwehr bleiben.

Bis zum Jahre 1863 gab die Stadt Schweinfurt für Feuerlöschzwecke fl. 3761 aus.

Hiervon wurden unter anderem 2 Spritzen, 100 Helme und Gurte, 799 Fuß Schläuche, 2 Retter- und 2 Steiger Wagen, 1 Selbstrettungsapparat, 1 Doppel- und 1 Hakenleiter sowie viele andere Ausrüstungsgegenstände beschafft.

In diesem Jahr wurden durch Artikel 175 des Polizeistrafgesetzes alle bis dahin gültigen Ordnungen außer Kraft gesetzt. Dies war der Anlass zur Reorganisation des Feuerlöschwesens.

Am 22.09.1863 wurde ein vom rechts-kundigen Rat Müller ausgearbeiteter Entwurf einer neuen Feuerlöschordnung von der Kumulativkommission aus Kommando und Turnverein, am 14.09.1863 vom Magistrat und am 08.10.1863 vom Gemeindekollegium gutgeheißen und genehmigt.

Schon am 17.10.1863 wurde öffentlich zum Beitritt zur Freiwilligen Feuerwehr aufgerufen. Ziel war eine Stärke von 400 Mann. Als Anreiz hierzu wurde verfügt, dass alle aktiven Feuerwehrdienstausübenden des Landwehrbataillons vom Feuerpiquet befreit sein sollten.

Diese Feuerlöschordnung ist so interessant, dass sie einer näheren Betrachtung wert ist.

Sie besagt im ersten Abschnitt:

Das Löschgeschäft obliegt der Feuerwehr laut den bestehenden Satzungen und Dienstinstruktionen, doch kann jede Zivilperson zu besonderen Verrichtungen herangezogen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr ist eine selbständige Organisation und unter-steht den städtischen Behörden. Sie rekrutiert sich aus handwerklich geeigneten Bürgern ohne Unterschied des Standes und aus freiwilligen jungen Männern. Jeder ansässige Bürger bis zum Alter von 45 Jahren war zum Bei-tritt bei der Feuerwehr verpflichtet, wenn er vom Magistrat hierzu bestimmt worden war.

Die Leitung des Löschgeschäftes oblag dem Magistratsvorstand bzw. dessen Stellvertreter, dem Baurat, dem 1. Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr und einem Kaminfeger Meister. Die Verantwortung und oberste Leitung hatte ausschließlich der Magistrats-vorstand inne.

Im zweiten Abschnitt wurden die Lösch- und Rettungsgeräte, deren Pflege und Aufbewahrung, die Hydranten, Absperrung und Beleuchtung des Brandplatzes, militärische Maßregeln und das Verfahren nach beendigtem Brand behandelt.

Die Kreisregierung setzte am 29. Februar 1864 diese Feuerlöschordnung mit ihren Bestandteilen (Satzungen und Dienstordnung der Feuerwehr) in Kraft.

Nach dieser Reorganisation bestand die Führung der Feuerwehr aus:

  • Hauptmann
  • Stellvertretender Hauptmann , der gleichzeitig Adjutant war
  • den Obmännern
  • dem ärztlichen Personal
  • dem Schriftführer

Der Verwaltungsrat entschied über die Anmeldungen und teilte die Mannschaften ein. Für den Steiger Dienst durften nur Freiwillige herangezogen werden.

Die Feuerwehr wies nun folgende Struktur auf:

  • Rettungsmannschaft
  • Löschmannschaft
  • Hydranten Mannschaft
  • Einreißer Mannschaft

Die Spritzen verteilten sich wie folgt über das Stadtgebiet:

  • Nummer 1, 2, 4 und 10 im Gießhaus
  • Nummer 3 und 7 im Ebracher Hof
  • Nummer 5 und 6 im alten Waisenhaus
  • Nummer 8 im Brauhaus
  • Nummer 9 am Kirchhof

Ab 1865 wurde die Rathaushalle neben der Apotheke zur Unterbringung von Spritzen und anderen Ausrüstungsgegenständen benutzt.

Die nächsten Jahre wurden von organisatorischen und menschlichen Problemen geprägt, jedoch konnte kein noch so großes Hindernis das Aufstreben unserer Wehr verhindern.

Zu erwähnen wären in diesem Zusammen-hang als Beispiel nur die über mehrere Jahre dauernden Streitigkeiten mit der Stadtverwaltung. Letztlich konnten auch diese Auseinandersetzungen zufriedenstellend gemeistert werden. Hauptthemen waren in dieser Zeit die Selbständigkeit der Feuer-wehr, die finanzielle Unterstützung seitens der Kommune, die Verpflichtung zur Übernahme zugewiesener Ämter, eine neue Feuerlöschordnung sowie eine neue Feuerlöschsatzung.

1879 zur 25-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt konnte unsere Wehr auf eine Stärke von 766 Mann zugreifen.

Fasst man bis zu diesem Zeitpunkt die finanziellen Aufwendungen, die durch die Stadt Schweinfurt an unsere Wehr geleistet wurden, zusammen, so kommt man auf eine Summe von ca. 65.451 Floren.

 

1879 – 1904

 
1884 konnte das von König Ludwig II gestiftete Ehrenzeichen für „25-jährige Feuerwehrdienstzeit“ erstmalig an fünf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt verliehen werden. Zu erwähnen ist auch, dass in diesem Jahr das Wachlokal ins Rathaus verlegt wurde.
1892 wurde die Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt gegründet.
 
Ein seit Jahren währender Streit über innere Verwaltungsangelegenheiten wurde, nachdem auch die Meinungen des Stadtmagistrates, der Kreisregierung sowie des Ministeriums eingeholt waren, dadurch geklärt, dass für die kreisunmittelbare Stadt Schweinfurt ein eigener Bezirksfeuerwehrverband gegründet wurde.
 
1895 wurden zwecks der besseren Alarmierung die städtischen Torhäuser als öffentliche Feuermeldestellen bestimmt und telefonisch mit der Rathauswache verbunden.
 
Am 25. März 1897 entstand in der Deutschen Gussstahlkugelfabrik, vormals Fries & Höpflinger, eine eigene Fabrikfeuerwehr, die dem Bezirksfeuerwehrverband Schweinfurt–Stadt angegliedert wurde. Auf Antrag der Generalversammlung wurde am 28. August des selben Jahres beschlossen, für 25-jährige Dienstleistung bei der Freiwilligen Feuerwehr das Bürgerrecht unentgeltlich zu verleihen.
 
Eine weitere willkommene Verstärkung für die Freiwillige Feuerwehr war die Gründung der Fabrikfeuerwehr der Heimann’schen Schuhfabrik im Jahre 1898.
 
Von besonderer Bedeutung war im Jahre 1899 die Abhaltung der vom 1. – 3. Juli stattgefundenen „XVI. unterfränkischen Kreisdelegiertenversammlung“ in Schweinfurt.
 
Am 2. und 3. Juli 1904 feierte die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt ihr 50-jähriges Bestehen in würdiger Weise.
 
 
 
1905 - 1929
 
Nach den Vorschriften des Bayer. Landesfeuerwehrverbandes wurde 1905 die Neuuniformierung der Feuerwehr durchgeführt.
 
Am 15. März 1908 erfolgte durch Bürger-meister Hofrat Söldner die feierliche Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses in der Bauerngasse.
 
In der Bezirksversammlung am 31. Juli 1908 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt in zwei Abteilungen zusammengefasst, welche aus Steigern, Spritzen und Hydranten Leuten bestanden.
 
1909 wurde die Fabrikfeuerwehr Fichtel & Sachs gegründet.
 
Im gleichem Jahr beschlossen die städtischen Kollegien, schon nach 15-jähriger Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr das Bürger-recht unentgeltlich zu verleihen.
 
1911 trat die Fabrikfeuerwehr Fichtel & Sachs dem Bezirksfeuerwehrverband Schweinfurt bei, wodurch der Feuerschutz der Stadt bedeutend verstärkt wurde.
 
An einer durch die Firma Siemens & Halske, Berlin, errichteten elektrischen Feuermelde- und Alarmanlage, deren Zentrale sich im Rathaus befand, waren 31 Feuermelder verteilt über das ganze Stadtgebiet angeschlossen. Ebenso konnten 50 Feuerwehrleute der Bereitmannschaft alarmiert werden.
 
Die am 1. August 1914 befohlene Mobilmachung griff in das Feuerlöschwesen unserer Stadt ganz wesentlich ein. Eine große Anzahl von Feuerwehrkameraden musste zu den Fahnen eilen, viele folgten ihnen in den langen Kriegsjahren. Von der freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt waren insgesamt 409 Mann zum Heeresdienst eingezogen, während ältere, nicht mehr militärpflichtige ehemalige Feuerwehrkameraden und noch Schulpflichtige die entstandenen Lücken ausfüllten.
 
War der Stand der Wehr am Tag der Mobilmachung 670 Aktive, einschließlich 240 Pflichtmannschaften, so betrug der Mannschaftsstand am Ende des Jahres 1914 357 Aktive und 114 Pflichtmannschaften. 63 Kameraden ließen ihr Leben im Krieg.
 
1917 genehmigten die städtischen Kollegien als erste Rate M. 10.000,00 für die Anschaffung einer automobilen Motorspritze. M. 2.000,00 Grundstock für die Anschaffung einer automobilen Drehleiter hinterließ der verstorbene Fabrikant Andreas Siegel.
 
Anfang 1921 erfolgte die Aufnahme unserer Wehr in den Verein „Bayerisches Feuerwehrheim“ und Ende des selben Jahres stand für die Beschaffung einer automobilen Motorspritze ein Betrag von M.100.000,00 zur Verfügung.
 
1922 trat die Stadt der bayerischen Feuerwehrversicherung bei und es wurde bei der Firma Benzwerke in Gaggenau eine automobile Motorspritze mit 1.000 m/l Leistung in Auftrag gegeben. Der Mannschaftsstand betrug 389 Mann.
 
Das Inflationsjahr 1923 brachte unserer Wehr den Verlust ihres ansehnlichen Vermögens von M. 30.000,00.
 
Auf eine Initiative des oberösterreichischen Feuerwehrverbandes hin, für unterernährte Kinder von Feuerwehrkameraden, waren 12 Kinder von bedürftigen Schweinfurter Feuerwehrleuten in der Zeit vom 1. März bis 9. Juni in Gnigl Oberösterreich.
 
1912 erließ der Stadtrat eine neue Feuerlöschordnung. Am 9. März des gleichen Jahres erfolgte die Übergabe der 27 Meter hohen automatischen Drehleiter.
 
1928 konnte die Freiwillige Feuerwehr einen automobilen Mannschafts- und Gerätewagen mit angehängter Lafetten-Motorspritze übernehme
 
Das 75- jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt konnte 1929 gefeiert werden.
 
 
 
1929 - 1945
 
Auch nach dem 75-jährigen Gründungsfest setzte sich die positive Entwicklung unserer Feuerwehr kontinuierlich fort.

Wie überall und in allen Bereichen, so wurde auch unsere Freiwillige Feuerwehr in den Jahren 1935 und 1936 durch die politischen Veränderungen in Deutschland nicht verschont.

Zwar blieb der Verein als solcher in sich unverändert, jedoch wurde die Institution Feuerwehr zur Feuerlöschpolizei und damit ein Bestandteil der Polizei. Hieraus ergab sich auch, dass die Führung, Alarmierung und Ausbildung durch die Polizei erfolgte.

Die Kriegsjahre 1939/1945 zeichneten eine Wiederholung der Geschehnisse des I. Weltkrieges. Das Heer und der Krieg forderten ihren Tribut. Einberufungen dezimierten den Bestand an Mannschaften. Die Aufgaben der Feuerwehr wuchsen mit zunehmender Kriegsdauer und mit dem Beginn der Luftangriffe auf Schweinfurt schier ins unermessliche. Alle mussten zusammenhelfen, um die Lücken zu schließen. Neben den übriggebliebenen Feuerwehrleuten mussten die Werksfeuerwehren, die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Schweinfurt und eine HJ Feuerwehr zusammengreifen, um das allerschlimmste zu verhindern. Die Sofortmaßnahmen nach Luftangriffen konnten sich meist nur auf die lebensnotwendigen Einrichtungen erstrecken, alles andere musste dahinter zurücktreten.

Ein weiterer gewaltiger Einschnitt, unsere Freiwillige Feuerwehr betreffend, verband sich mit dem Ende des II. Weltkrieges. Auch diesmal mussten viele Kameraden ihr Leben auf dem Felde lassen. Durch die Besatzungsmächte wurde jegliches Vereinsleben unterbunden, was die Auflösung der Vereine zur Folge hatte. Nach der Einnahme unserer Stadt durch die Amerikaner am 11. April 1945 wurde zunächst eine kommissarische Feuerwehr eingesetzt, deren vordringlichste Aufgabe es war, die zerstörte Wasserversorgung wiederherzustellen, um der drohenden Seuchen- und Epidemie Gefahr vorzubeugen.

Da der Feuerschutz jedoch nicht vernachlässigt werden konnte, musste einiges geschehen.

Auf Drängen der US-Besatzungstruppen, die eine ständig besetzte Feuerwache für die Stadt Schweinfurt forderten, wurde diese am 11.05.1945 durch die Stadt ins Leben gerufen.
 
 
 
1945 - 1960
 
Die Feuerwehrleute der neu ins Leben gerufenen Städtischen Berufsfeuerwehr waren städtische Bedienstete, denen die Aufgaben des Feuerschutzes übertragen wurden. Sie mussten sich zunächst mit dem Gerätepark zufrieden geben, der die Kriegsjahre überlebt hatte. Es gestaltete sich als schwierig, die nach der Auflösung der Feuerschutzpolizei in ganz Bayern verstreuten Löschfahrzeuge wieder ausfindig zu machen und zurückzuholen.
 
Durch Plünderungen verschwundene Ausrüstungsgegenstände und Schlauchmaterial konnte teilweise durch systematisches Absuchen der umliegenden Wälder wieder zurückgebracht werden.
 
In einem Schreiben vom Mai 1945 an den damaligen Oberbürgermeister der Stadt meldete der Kommandant einen Personal-stand von 61 freiwilligen Feuerwehrleuten, von denen 14 schon bezahlte Kräfte der Stadt waren.
 
Als Unterkunft diente ihnen das Gerätehaus am Zeughaus, weitere Gerätehäuser befanden sich in Oberndorf, der Gartenstadt, der Schillerschule und im Rathaus.
 
Ende 1946 erfolgte die Umbenennung der Städtischen Berufsfeuerwehr in Stadtfeuerwehr Schweinfurt. 1948 betrug die Stärke der Wache 1/24 Mann.
 
Als 1953 der Umzug der Feuerwehr in das alte Schützenhaus und in Nebengebäude der Schillerschule an der Deutschhöfer Straße stattfand, konnten auch zum ersten mal alle Einsatzfahrzeuge zentral auf einem Gelände untergebracht werden. Als nicht optimal erwies sich, dass bei Alarm der Pausenhof der Schule überquert werden musste.

 

 

1961 - 1989
 
1961 konnte man die Forderung des Landesamtes für Brandschutz erfüllen und eine Verstärkung der Wachmannschaft auf 34 Mann nachweisen. Eine Anerkennung als Berufsfeuerwehr wurde nicht erreicht, somit blieb die Feuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr mit ständig besetzter Wache.
 
Auf Anordnung der Regierung von Unterfranken wurde am 10.08.1966 die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt wieder gegründet. Da in der Schillerschule keine Räumlichkeiten für die freiwilligen Kräfte zur Verfügung standen, erfolgte deren Ausbildung in der Auenschule, der Gaststätte „Zum Tannenbaum“, dem Hof der Schillerschule sowie in einer zum Teil als städtischer Bauhof genutzten Reparaturwerkstatt der ehemaligen Panzerkaserne in der Bodelschwinghstrasse.
 
Im Laufe des Jahres 1968 war es soweit, dass die Mitglieder der Feuerwehr Zug um Zug mit Alarmgeräten ausgestattet wurden. Am 11.11.1968 erfolgte die Einweihung der Alarmanlage. In diesem Jahr wies die Freiwillige Feuerwehr einen Stand von 53 aktiven Mitgliedern aus, von denen allerdings 33 aus der Ständigen Wache waren, so dass ein wirklicher Stand von nur 20 Mann vorherrschte. Das mangelnde Interesse in allen Bevölkerungskreisen an der Mitarbeit im Feuerschutz ließ die Freiwillige Feuerwehr zahlenmäßig so absinken, dass ihre Existenz in Frage gestellt war. Dieses Desinteresse hatte auch handfeste Hintergründe. Äußerlichkeiten wie fehlende Räumlichkeiten, innere Probleme der Ausbildung, der Mitarbeit bei Einsätzen ließen manchen Interessenten bald wieder verschwinden. Alle diesbezüglichen Probleme waren gelöst, als am 01.04.1971 die neue Feuerwache an der Bodelschwinghstrasse bezugsfertig wurde und sowohl die Ständige Wache mit den hauptamtlichen Kräften als auch die Freiwillige Feuerwehr unter einem Dach vereinigt waren.
 
Doch auch hier zeichnete sich schon die Entwicklung für die Zukunft ab. Die Ständige Wache hatte zwar ausreichende Möglichkeiten, aber bei der Freiwilligen Feuerwehr machte sich nach kurzer Zeit Platzmangel bemerkbar. So wurden die Raumprobleme in der Feuerwache Bodelschwinghstrasse Ende der 70 er Jahre so gravierend, dass auf Grund des Platzmangels keine neuen Feuerwehrmänner mehr aufgenommen werden konnten. Darauf wurde in den Jahreshauptversammlungen der Freiwilligen Feuerwehr und in der Presse ständig hingewiesen.
 
1980 erfolgte die Umstellung der ständig besetzten Wache vom 2 Schichtbetrieb auf 3 Schichtbetrieb, 1982 wurden die Angestellten der Wache verbeamtet.
 
Während dieser Zeit wurde immer wieder über einen Umbau und Anbau der Feuerwache Bodelschwinghstrasse nachgedacht.

Da dies aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnissen führte, begann man 1983 mit den Planungen für eine neue Feuerwache.

Nun wurden im Innenstadtbereich geeignete freie Flächen gesucht. Fündig wurde man im neuerschlossenen Baugebiet am Hainig.

 
1987 war es dann soweit, man konnte mit dem Bau beginnen. Schon im April 1988 konnte die Feuerwehr mit dem Umzug, wenn auch unter teilweise abenteuerlichen Umständen, beginnen. Während die Räumlichkeiten der Ständig besetzten Wache schon fertig gestellt waren, mussten die Kollegen der Freiwilligen Feuerwehr für einige Zeit mit einem Kellerraum zufrieden sein. Doch auch diese Zeit ging vorbei und so konnte man am 21. April 1989 die Einweihung der neuen Feuerwache gebührend feiern.
 
Beflügelt durch die nun ausreichende Platzkapazität  und in weiser Voraussicht auf die kommenden Jahre  wurde 1989 die Gründung einer Jugendfeuerwehr beschlossen.

 

1990 - 2004
 
1990 fand ein Chefwechsel statt. Nach der Pensionierung von Erwin Boberg übernahm Roland Keller das Kommando in der Feuerwache. Im Frühjahr des selben Jahres kam es zu geballten Sturmeinsätzen. Innerhalb von 2 Monaten waren 121 Einsätze zu bewältigen. Der ereignisreichste Tag war der 27.02.1990, an diesem Tag wurden 51 Einsätze innerhalb von 5 Stunden abgearbeitet.
 
Erstmals seit Gründung 1854 leistete ab 1992 auch eine Frau aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt, wenn auch nur für kurze Zeit.
 
1996 wurde der bis dahin selbständige ABC- Zug der Feuerwehr angegliedert.
 
Erstmals seit der Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt konnte man einen Mitgliederstamm (inkl. Passive) von über 200 Mann nachweisen.
 
Gestützt auf dieses Potential feierte man in selben Jahr auch das 30-jährige Wiedergründungsfest.

1996 legte dann die erste Frau in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt ihre Prüfung in der Leistungsprüfung Löschgruppe ab. Zu erwähnen ist hier, dass es sich um ein ehemaliges Mitglied der Jugendfeuerwehr handelt, ein Beweis dafür, dass die Jugendfeuerwehr ein Leistungsträger für die aktive Wehr ist.

1999 feierte man stolz die 10-jährige Gründung unserer Jugendfeuerwehr.
 
Wegen der erwarteten Computerausfälle zum Jahreswechsel von 1999 aufs Jahr 2000 wurden alle aktiven Feuerwehrleute in der Silvesternacht zur Bereitschaft in die Wache geholt. Nachdem es zu keinen Ausfällen und Störungen kam, wurde die Bereitschaft um 3 Uhr aufgehoben.
 
Im Juni 2001 kam es wiederum zu einem Chefwechsel. Nach der Pensionierung von Roland Keller übernahm Dieter Becker die Leitung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes.
 
Aufgrund des immer größer werdenden Freizeitangebotes wird es immer schwieriger, freiwillige Feuerwehrleute zu werben. Dadurch hat sich in den letzten Jahren die personelle Lage der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt erheblich verschlechtert. Es muss ein stetig wachsendes Einsatzspektrum und Gefahrenpotential von weniger aktiven Freiwilligen abgeleistet werden.
 
Im Jahr 2003 wurde vom Stadtrat die Anschaffung von neuester Fahrzeugtechnik beschlossen. Das neu bestellte Hilfeleistungslöschfahrzeuges mit Druckluftschaumlöschanlage und ein neues Einsatzleitfahrzeuges werden im Jubiläumsjahr in Dienst gestellt.

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